Politischer Aschermittwoch 25.02.2009 in der Festhalle Plauen /
Bericht: Heiko Schmuck
Die Festhalle war mit über 800 Mitgliedern, Gästen, Zuschauern und
Interessenten gut gefüllt und hat klar gemacht, dass mit Plauen als
Veranstaltungsort weiter für den Aschermittwoch der FDP zu rechnen ist.
Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer gab die Einstimmung zu der
Veranstaltung und begrüßte die teilweise von weit angereisten Gäste und
mit ganz besonderem Stolz den FDP Vorsitzenden Dr. Guido Westerwelle.
Als FDP Mitglied ließ er es sich nicht nehmen, den FDP Vorsitzenden, mit
einem kleinen Lächeln, als zukünftigen Vizekanzler anzusprechen.
Als Oberbürgermeister sprach er mit Stolz über die Stadt Plauen und
dessen Plauener Spitze. Ebenso wies er auf die Historie und den Drang
nach Anerkennung zum Beitrag der Plauener an der Wende hin. |
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Joachim Günther, Kreisvorsitzender der FDP Vogtland und
Mitglied des Bundestages gab das Ziel aus, Bayern den Rang beim
Aschermittwoch abzulaufen, was unter Beifall bejubelt wurde.
Worthalten
und Glaubwürdigkeit sind das, was die FDP auszeichnen.
Joachim Günther
ging auf Fehlentscheidungen in der Wirtschaft und in der Bildungspolitik
ein. Er sagte: "In eine Stadt gehört eine Schule, Schule ist das Herz
einer Kommune". Er traf damit den Nerv vieler Anwesenden und versprach
dies zu ändern. Ein wichtiger Punkt war ihm das Vorgehen der Bahn zu
kommentieren und zog einen direkten Vergleich mit der Stasi in der
ehemaligen DDR. Er forderte deutlich die Entfernung des Vorstandes der
Bahn AG.
"Arbeitslose dürfen nicht mehr verdienen als Arbeitnehmer" und "mehr
Netto für Alle" als Schlusswort seiner Rede und der damit verbundenen
Forderung nach weniger Steuern auf das Einkommen rundete seinen Auftritt
ab. |
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Als dritter Redner des bis jetzt auch durch die Show des
Handwerker-Carneval-Club Plauen und den Zwischenrufen "HCC - Ole" , "FDP
- Ole" sehr spannenden Abends trat Holger Zastrow, Landesvorsitzender
der FDP und Mitglied des Landtages an das Rednerpult.
Er äußerte sich ebenfalls sehr erfreut über das stetige Wachsen der
Auftaktveranstaltung in Plauen und sei stolz auf die Entwicklung der FDP
in Sachsen. Ihm kommt eine Welle der Euphorie entgegen, doch warnte er
gleichermaßen, nicht trotz positiver Stimmung das Kämpfen zu vergessen.
Nicht vergessen woher wir kommen, mahnte Holger Zastrow in seiner
gewohnt emotionalen Rede an.
Die FDP hat ihre Hausaufgaben erfüllt und seit 1999 viel erreicht, doch
kann immer noch besser werden. Er heißt jeden Willkommen in der FDP,
denn die FDP Sachsen ist in Ihrem Freistaat tief verwurzelt. Als
besonderen Stolz nannte er die Anzahl der Bürgermeister, die von der FDP
in Sachsen gestellt werden. 30 Bürgermeister sind es gesamt und damit
mehr als SPD, Grüne und Linke zusammen in den Kommunen stellen.
Er warnte vor den Linken, die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen
und stellte die Frage "Freiheit oder Sozialismus?". Soziale
Marktwirtschaft ist besser als Planwirtschaft und Lügen in der Politik
dürfen sich nicht lohnen, sind zwei deutliche Signale nach außen.
Er
möchte die SPD Pinocchios vertreiben, denn die SPD hatte ihre Chance,
doch hat sie sie nicht genutzt.
Zum Schluss seiner Ansprache mahnte er
nochmals an, dass der Staat denen helfen möge, die nicht können und
nicht denen, die nicht wollen. |
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Zum Höhepunkt des Abends trat unter tosenden Beifall Dr.
Guido Westerwelle vor die Anwesenden. Der FDP Bundes-Vorsitzende traf
direkt und sehr emotional den Nerv der Zeit und damit ebenfalls den Nerv
der Anwesenden, als er den Vergleich zog, dass es ebenso wenig einen
demokratischen Sozialismus, wie einen vegetarischen Schlachthof gibt.
Er
stellte die Frage, wofür die Deutschen auf die Straße gingen und ob sie
Willens sind, dieses Deutschland noch einmal zu verteidigen.
Sozialismus
passt nicht zum Menschen, deshalb spornte er an, zur Wahl zu gehen,
Deutschland mit zu gestalten und sich zu engagieren.
Leistung muss sich wieder lohnen gab er zu verstehen. Es darf nicht egal
sein, ob man liegen bleibt oder zum Arbeiten aufsteht. Die Mehrheit der
Deutschen stehen morgens auf und das muss belohnt werden.
Weiter ging es mit dem Konjunkturpaket und den Rettungsversuchen der
großen Koalition.
Der Steuerzahler soll Arbeitsplätze sichern und nicht
den Familienbesitz des Landes Deutschland.
Kleine Unternehmen sind das
Rückrad von Deutschland, sie machen die Masse der Arbeitsplätze aus und
müssen entlastet werden. Lust auf Leistung als Stichwort zum
Konjunkturprogramm.
Der Staat gibt oft auf verschwenderische Art Geld aus und das ist ein
sehr großer Schwachpunkt der aktuellen Regierung. Das dürfte nicht sein.
Ja zur sozialen Marktwirtschaft mit Regeln und nicht den fetten Staat an
falscher Stelle.
Harsch ging Guido Westerwelle auf das Vorhaben der Enteignung ein und
warnte vor dem ersten Schritt.
Auf den ersten Schritt, würde der zweite
Folgen.
Man werde die derzeitige Krise meistern, doch soll nach der
Krise kein anderes System in Deutschland stehen.
Verwundert äußerte sich Guido Westerwelle über die aktuelle
Schulsituation vor Ort und stellte klar, dass Schule eine Frage der
Prioritätensetzung sei und ohne Kinder keine Zukunft bestünde.
Deutschland muss den Rohstoff Köpfchen fordern und fördern. Die
Schwellenländer werden Ihre Chance nutzen. Deutschland darf sich nicht
mit Mittelmäßigkeit zufrieden geben.
Über die Entwicklung des gemeinsamen Europa ist er erfreut und sieht
Europa aus Friedensgründen als wichtigen Schritt an. Freiheit merkt man
erst, wenn Sie fehlt.
Beim Thema Umweltpolitik ging er auf die Versäumnisse der großen
Koalition ein und erklärte unter Beifall, dass man sich in dieser Frage
nicht erpressbar machen darf. Es könne nicht sein, dass man neue und
sichere Kraftwerke abschalte, um dann aus Ländern mit unsicheren
Kraftwerken Strom zu beziehen Dies sei eine Politik, die überdacht
werden muss.
Mit "Es ist ihr Land - engagieren sie sich jetzt für Deutschland"
brachte es der Politiker und Wahlkämpfer Westerwelle auf den Punkt und bedankte sich
unter Standing ovations bei dem Publikum. |
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